Mittwoch, 18. März 2015

Raspberry Pi - Ersteinrichtung

Der erste Kontakt

Nun benutzen wir den Raspberry Pi in unserem Standardsetup zum ersten Mal. Dazu schliessen wir entweder Tastatur und Bildschirm an. Dann geht es direkt los. Wollen wir den Raspberry Pi über das Netzwerk ansprechen, schliessen wir ihn per LAN-Kabel an den Router an.
Der Router vergibt per DHCP eine IP an den PI. Die gilt es nun erstmal herauszufinden. Entweder wir melden uns bei unserem Router an und schauen welche Geräte angemeldet sind.

Angemeldete Geräte in der FRITZ!Box
Oder wir benutzen den Angry IP Scanner und durchsuchen unser Heimnetz. In diesem Fall wurde der Hostname unseres Pi nicht erkannt und wir mussten nach dem Ausschlussverfahren vorgehen.

Angry IP Scanner
Jetzt können wir mit der soeben gewonnenen IP und dem Putty über das Netzwerk per SSH Protokoll auf den PI zugreifen.

Unsere Secure Shell Verbindung zum PI
 Der Standard Login lautet: Username: Pi Password: Raspberry

Als erstes sorgen wir dafür, dass wir auch die ganze SD-Karte nutzen können, damit nicht etwas vom Speicherplatz unbenutzt bleibt. Außerdem können wir hier unsere Tastatursprache, Zeitzone, das Standardpasswort oder den Netzwerknamen des Pi ändern.


sudo raspi-config

-Mit Punkt 1 "Expand Filesystem" erweitern wir den Speicher auf die gesamte SD-Karte. Außerdem passen wir alle Einträge unter Punkt 4 "Internationalisation Options" an, denn mit den richtigen Tastatureinstellungen geht die Arbeit einfach schneller von der Hand. Danach wird der Pi neugestartet. Jetzt ist auch die Meldung, dass wir doch bitte raspi-config ausführen sollen verschwunden. So weit. So gut.

LAN Konfiguration

Wir sollten noch eine feste IP vergeben, damit wir den Pi immer erreichen können. Unser Büro-Router ist eine Fritz!Box und der DHCP vergibt die IP von bis 200. Wir benutzen für die Festvergabe von IP Adressen die 50 ungenutzten über diesem Bereich, um ungewollte Kollisionen zu vermeiden.
Wir vergeben in diesem Fall die IP .201 für den Ethernet-Port und die die IP .202 für den WLAN-Anschluss. Beim nächsten Mal müssen wir diese Einstellung natürlich anpassen.

Dazu editieren wir einfach die Datei interfaces:

sudo nano /etc/network/interfaces

Und füllen diese einfach mit dem Text:

auto lo

iface lo inet loopback
iface eth0 inet static
        address 192.168.178.201
        netmask 255.255.255.0
        gateway 192.168.178.1


allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
        address 192.168.178.202
        netmask 255.255.255.0
        gateway 192.168.178.1
        wpa-ap-scan 1
        wpa-ap-ssid 1
        wpa-ssid "MeinWLAN"
        wpa-psk "MeinWLANPasswort"


Jetzt müssen wir nur noch die Domain-Name-Server-Einstellungen anpassen, dann läuft alles, wie es soll.

Dazu bearbeiten wir die Datei /etc/resolv.conf

sudo nano /etc/resolv.conf

Hier tragen wir einfach euren lieblings DNS ein. Hier Beispielsweise 2 DNServer von Google. Falls einer mal ausfällt, übernimmt der Andere. Ganz ohne, dass wir es merken.

nameserver 8.8.8.8
nameserver 8.8.4.4

Aktualisierung


Als letzten Schritt machen wir jetzt noch das, was in Zukunft unser erster Schritt sein sollte. Wir aktualisieren das System. Zuerst aktualisieren wir die Paketquellen und danach führen wir ein Upgrade aus der frisch aktualisierten Quelle durch. Um das System immer frisch zu halten, sollten wir diese Befehle regelmäßig ausführen. Regelmäßig heißt bei uns, immer wenn wir gebootet haben und zufällig dran denken.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Auf Los, geht´s los!

Jetzt haben wir unseren Basis Standard erreicht. Wenn wir uns jetzt ein Backup von der SD Karte ziehen, dann wissen wir, dass wir uns darauf verlassen können. Jetzt kann es richtig losgehen und wir können wild experimentieren, denn wir wissen auf unserer Festplatte ruht eine kleine Sicherung, die nur darauf wartet, einzuspringen, wenn wir zu unvorsichtig waren.

Anmerkung

Sollten wir einmal Probleme mit einem Treiber haben, kann das an unterschiedlichen Versionsnummern liegen. Dieses Problem können wir lösen, indem wir ein Firmware Update durchführen. Dies ist beim Raspberry Pi so gelöst, dass die Firmware mit auf der SD Karte liegt. Wir müssen also keine Sorge haben, dass, wenn etwas schief geht, der Pi nicht mehr zu gebrauchen ist. Wir sollten aber auf jeden Fall vorher einmal die SD Karte sichern, damit wir im Fall der Fälle den vorherigen Zustand wiederherstellen können.

Dies ist allerdings nicht Teil des Standard Setup und sollte nur dann ausgeführt werden, wenn es wirklich nötig ist.
sudo raspi-update

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